Garten-Blog

Dieses Jahr ist mir beim Gärtner eine Töpfchen mit einer Süßkartoffel-Pflanze über den Weg gelaufen und ich konnte nicht widerstehen.
In diesem Blog habe ich die die wichtigsten Fragen und Antworten zum Anbau gesammelt.
Eine der häufigsten Fragen in den Gärtnergruppen - z.B. bei Facebook - lautet, wann denn der Garten winterfertig gemacht werden soll?
Nun auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort.
Ich mache z.B. den Garten nie winterfertig.
Nur Kübelpflanzen werden vor bzw nach dem ersten leichten Frost ins Haus geholt.
Heute möchte ich Euch in einer nicht ganz ernst gemeinten Lektion in die wichtigsten Grundlagen der Beetgestaltung mit Gemüse einführen. ;-)
Warum ich Blattläuse nicht bekämpfe, sondern bekämpfen lasse.
Meine Gurke sah sehr erbärmlich aus und die Blattunterseiten waren voller Läuse.
Gefundenes Fressen für diverse Nützlinge.
Jetzt gehts den Gurken wieder gut.
Das Gartenjahr fing schwierig an. Aber trotz extremer Trockenheit kommt langsam alles gut in die Gänge und wir freuen uns über das bunte Mischmasch aus Gemüse und Stauden.
Nachdem die Stangenbohnen in den letzten Jahren zu großen Teilen den Schnecken zum Opfer gefallen sind, hatte ich schon fast die Lust daran verloren. 
Aber dann hat mir ein Bekannter aus der Steiermark ein paar Käferbohnen-Kerne geschickt und wir waren sehr begeistert.
Kürzlich hat die Nachbarin einen Igel an der Strasse gefunden. Da unser Garten viele gute Überwinterungsmöglichkeiten bietet, haben wir ihn hier ausgesetzt und der Igel hat sich bereits den besten Überwinterungsplatz ausgesucht.
Immer mal wieder kam es vor, daß ein Gemüsestrunk wieder austreibt, der versehentlich stehen blieb.
Aber noch nie ist mir das so massiv aufgefallen wie dieses Jahr.
Nun habe ich das Phänomen eine Weile beobachtet, fotografiert und andere Gärtner nach ähnlichen Erfahrungen befragt.
Trotz der Trockenheit, ist der Mais dieses Jahr besonders gut gewachsen.
Es handelt sich um die samenechte Sorte Zuckermais True Gold Sweet Corn.
Lauchmotten gehören zu den wenigen wirklich nervenden Schädlingen in meinem Garten.
Mischkultur und und sonstige Tipps haben nichts geholfen, bzw. sind zu aufwändig in der Anwendung.
Deshalb hatte ich die letzten Jahre gar keine Lust mehr, Lauch anzubauen.
Diesen Winter habe ich ein Experiment gestartet mit einem Anbau-Rhythmus außerhalb der Flugzeiten.
Die letzten beiden Jahre waren eine Katastrophe, was Schnecken angeht.
Die Winter waren recht mild, das Frühjahr zuerst trocken und warm, dann bis in den Frühsommer sehr verregnet.
Ich wußte mir im letzten Jahr nicht mehr anders zu helfen, als mit dieser Methode:
Trockenes Katzenfutter (ich verwende das, das unsere liegen lassen + billiges aus dem Supermarkt) wird etwas eingeweicht.
Zwischen die Kulturen werden Holzstücke oder Kartonstreifen ausgelegt und darunter kleine Häufchen vom Futter verteilt.
Wie schon im letzten Jahr, war ich auch dieses Jahr wieder etwas zu bald mit der Tomaten-Aussaat.
Obwohl wir sie im kalten Schlafzimmer am hellen Südfenster halten, damit sie langsam wachsen, sind sie jetzt schon riesig und blühen, bzw. haben die ersten Früchtchen.
Ich habe die Pflänzchen 2x nachgefüttert mit einer Mischung aus Kompost, Gesteinsmehl und Oscorna.
Man sieht schon, wenn sie etwas gelblich werden, dann ist die Erde in den Töpfen ausgelaugt.
Ich habe mich schon oft geärgert, weil ich mir die schlimmsten "Un"-Kräuter selbst in den Garten geholt habe.
Für dieses Jahr hatte ich mir felsenfest vorgenommen, nicht wieder so spät zu mulchen wie letztes Jahr.
Wobei man sich viel vornehmen kann, wenn das Wetter - wie letztes Jahr - so gar nicht mitspielt. Letztes Jahr konnte man erst Mitte März anfangen, die Beete zu bearbeiten und zu Mulchen.
Da ich ja auch nicht ganztags im Garten arbeite, sondern die Arbeiten bevorzugt in der Mittagspause als willkommene Abwechlsung zur Computerarbeit einbaue, haben sich die Arbeiten dann bis Mitte April hingezogen.
WaGraDa ist die Abkürzung, für "Was gerade da ist". WaGraDa bestimmt in den meisten Fällen unseren Speiseplan.
Beim Einkaufen entscheiden wir spontan, was uns frisch im Bio-Laden anlacht. 
Evt. meldet einer unsere Bio-Fleisch-AbHof-Verkäufer einen Schlachttag an.
Endlich ist der Boden soweit aufgetaut, daß man wieder was arbeiten kann. Auf dem Beet standen bis vor ca. 14 Tagen noch Rosenkohl, deswegen hat es keine Dauermulchdecke und ich lockere den Boden mit der Grabgabel, bevor Kompost und neue Mulchdecke drauf kommt. Schon vor einer Woche - bei der letzten Schönwetterphase - habe ich eine Handvoll Kartoffeln raus geholt, die wir noch am gleichen Tag verspeist haben. Heute habe ich dann nicht schlecht gestaunt über die Ausbeute:
So schön haben vor einiger Zeit meine Kartoffeln geblüht. Nun war Ernte angesagt.   

 
Durch das Wetter und die ausgeglichene Feuchtigkeit übertrifft der Garten sich dies Jahr mal wieder selbst. Hier die Sellerieknolle die es nacher paniert mit einer Scheibe Käse dazwischen gibt (sozusagen Schnitzel Cordon bleu auf Sellerie;-)
Ich bin bis hinter die Ohren so mit Arbeit eingedeckt, daß es schon fast an ein Wunder grenzt, daß ich auch dieses Jahr wieder Lust habe auf Garten. 
Aber ich bin auch so froh und dankbar, daß ich nach meiner OP im Febr. schnell wieder fit bin und daß von daher der Gartensaison nichts im Wege steht. Deswegen habe ich beschlossen, das Tagebuch weiter zu führen.
Einfach, weil es interssant ist zu sehen, wann was passiert auch im Vergleich zu letztem Jahr.

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